Psychedelic surf pop
REAL ESTATE (USA)<br/>
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2009 wird als ein Jahr in die Geschichte eingehen, das möglichst schnell wieder vergessen werden wollte. Wirtschaftlich. Nun ist es aber so, dass wirtschaftliche Abstürze seit je her antreibend für musikalische Höhenflüge wirken. Auf einem derartigen Höhenflug befindet sich derzeit das kleine, unglaublich feine Plattenlabel „Woodsist,“ das wie kein anderer Name den letztjährigen Untergrund-Zirkus dominierte. Kritikerlieblinge und Fanfavoriten, die Musik spricht wieder einmal am Besten für sich selbst. Zur Woodsist-Klasse von 2009 gehörten unter anderem Wavves, Kurt Vile, Woods, die unglaublichen Ganglians und eben auch REAL ESTATE.<br/>
Wahrscheinlich erliegen die meisten Hörer dem Charme des REAL ESTATE Debütalbums nicht gleich beim ersten Durchgang. Natürlich, die herausragenden Momente wie etwa der wundervolle Walzer "Black Lake" oder die grossartige erste Single "Fake Blues" setzen sich sofort in den Gehörgängen fest, aber das war’s auch schon. Oder etwa doch nicht? Ein zweiter Anlauf rückt plötzlich die Instrumentals ("Atlantic City," "Let's Rock The Beach") in den Vordergrund und deutet an, was das Album tatsächlich ist: ein Wurf, ungleich grösser als die Summe seiner Teile. Jedes Lied nimmt das nächste schon vorweg, ist eine logische Fortsetzung seiner Vorgänger. Der Vergleich mit Yo la Tengo liegt nicht bloss der gemeinsamen Wurzeln wegen, die beide Bands in New Jersey haben, auf der Hand. An Subtilität steht man den öfters auch schon als "perfekteste Band" bezeichneten Legenden jedenfalls in nichts nach.<br/>
Die New Yorker "Village Voice" beschreibt die Musik von REAL ESTATE als den perfekten Soundtrack für die Zeit des wirtschaftlichen Kollapses. Und tatsächlich ist diese Band ein Produkt der gegenwärtigen Krise. Das College erfolgreich abgeschlossen, dafür keine Aussicht auf Jobs und Geld. Da bleibt nicht viel anderes übrig, als wieder bei den Eltern einzuziehen und das träge Leben der Vorstadt über sich ergehen zu lassen. Viel Zeit und keine Perspektive, da liegt es eigentlich auf der Hand, alle Energie in die Musik zu stecken.<br/>
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ALVIN ZEALOT (CH)<br/>
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Der Name ist Programm: Fanatiker sind sie, im besten musikalischen Sinne. Ein klares Ziel vor Augen und auf sehr gutem Weg dazu, es zu erreichen. Alle Hebel wurden in Bewegung gesetzt, um im Mai ein erstes Album unter die Leute zu bringen. Die Songs wurden letztes Jahr aufgenommen; wie es dabei vonstatten ging, ist auf der Bandwebseite sehr schön in Wort und Bild dokumentiert. Wir warten gespannt auf das Endresultat. Und nicht nur wir, denn potenzielle Käufer für das Debütwerk von ALVIN ZEALOT sind nach etwa hundert Konzerten seit 2007 durchaus vorhanden. Bei diesen Live-Auftritten gastierte die Band unter anderem am Gurtenfestival, überzeugte als Vorband von Johnossi, Pete and the Pirates oder The Blue Van und gewann nebenbei noch den einen oder anderen Bandcontest.<br/>
Musikalisch überzeugen die vier Luzerner mit erstaunlich gut durchstrukturierten Songs, die sie live mit einer erfrischenden Portion Verspieltheit darzubieten vermögen. Das jugendliche Alter - im Durchschnitt beträgt das Bandalter gerade mal 20 Jahre - kommt ihnen dabei nur zugute und lässt durchaus auf eine viel versprechende Zukunft blicken.<br/>
www.myspace.com/letsrockthebeach
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http://www.myspace.com/alvinthezealot